Freitag, 15. November 2019 04:37

Kleine Spielchen mit einem AtTiny26

...oder wie weit kann man gehen...

Irgendwie hab ich mich immer gefragt, wieviel Sicherheit die AppNotes von Microcontrollern wohl beinhalten. Oder anders gesagt, was muß man überhaupt haben.
Ein AtTiny26 bietet sich förmlich an mal zu testen, wie weit man abspecken kann. Denn er beinhaltet einen RC-Oszillator und einen PullUp Widerstand am Reset-Pin.

Also mal einen AtTiny auf ein Steckbrett gestöpselt.....

Wie man sieht, hab ich auf alles wie es im Lehrbuch steht verzichtet. Einen Kondensator an der Versorgungsspannung sucht man genauso vergebens, wie eine Kondensator/Widerstands Kombination am Reset-Pin.... ;-)
Das Einzige, was noch vorhanden ist, ist ein ISP-Anschluß. Naja, ob das funktioniert wird sich zeigen.

Also 5V an die Schaltung, ISP Adapter dran und Bascom an....
Und eine Überraschung.

Der Programmer erkennt den Tiny26 jedenfalls schon einmal. Also noch flux eine LED an einen Port, ein kleines Programm geschrieben und die mal blinken lassen.

Auch das funktioniert auf Anhieb.... Irgendwie erstaunlich. :-)
Das Programm ist so lapidar, daß es ein Auflisten eigentlich nicht nötig macht. Einen Port-Pin als Ausgang konfiguriert und in einer Endlosschleife den Port-Pin mit einer kleinen Warteschleife toggeln lassen.

Also mal einen Schritt weiter und ein kleines Lauflicht davon gemacht...

Das Programm dazu ist auch kein grosses Geheimnis.

Es wird einfach eine Null in einer Byte Variable mit Verzögerung nach links geschoben und auf einem Port ausgegeben. Eine Null, weil die LEDs gemeinsam an 5V hängen, und der Port nach Masse schaltet. Das hat den Hintergrund, daß viele Microcontroller lieber Strom senken, als ihn zu liefern. Dem Tiny26 wär es eigentlich egal, er kann 20mA liefern und auch senken, aber ist halt macht der Gewohnheit, es sorum zu machen ;-)
Ein oft gemachter Fehler ist übrigens, daß man vergisst, eine Warteschleife nach der Portausgabe einzubinden. Das Lauflicht funktioniert dann zwar auch, aber leider so schnell, daß man es gar nicht mehr erkennen kann....

Lediglich die Helligkeit der einzelnen LED nimmt etwas ab, da sie ja nicht mehr ständig an sind, sondern alle ganz schnell nacheinander angesteuert werden... Zum Vergleich kann man oben eine LED sehen die ich direkt angesprochen habe.

Auf dem Oszilloskop kann man das eigentlich ganz gut sehen.

Auch die zeitliche Abfolge ist gut zu sehen. Oben die erste LED, darunter die Zweite.

Aber irgendwie wollte ich ja nur testen, ob ein AtTiny auch ohne weitere Aussenbeschaltung läuft, was er meiner Meinung nach auch sehr gut tut. Trotzdem sollte man die Versorgungsspannung mit einem Kondensator stützen. Genauso wie auch den Reset Pin und die Versorgungsspannung für den A/D-Wandler. Dieser sollte noch eine Spule in Reihe als Tiefpass bekommen.


- Projekt abgeschlossen -

Publiziert am: Freitag, 09. November 2007 (5552 mal gelesen)
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