Dienstag, 21. Mai 2019 04:58

Die 2600jr

wie bekommt man Spiele da rein?

Irgendwie überkam es mich die letzten Tage einmal wieder: ich wollte meine gute alte Atari-Konsole aus dem Tiefschlaf erwecken und ein wenig Retro-Spiele spielen.

Die genaue Bezeichnung ist Atari VCS2600 jr. Eigentlich die letzte Generation der legendären Atari 2600 Konsolen.

 

Sie wurde designmäßig komplett überarbeitet und kommt in einem schlankeren und frischeren Outfit.

 

Leider wurden auch die Controller etwas "schlanker". Zumindest verursachen die Teile Kerben in den Fingern nach exessiverem Spielgenuss.

Dabei ist auch ein Modul mit 32 Spielen (Tja, irgendwie hat mich auch sowas von der Basteltrieb erwischt, daß ich doch glatt vergessen hab, ein Foto von dem Modul zu machen ;-) ).
32 Spiele, die allesamt eigentlich eines schlechter ist, als das andere. So richtige Knaller sind auf dem Modul jedenfalls nicht.

Das muß geändert werden. Es gibt für die Konsole so schöne Spiele, daß man die auch mal wieder spielen möchte. ROM-Images findet man jedenfalls zu Hauf im Internet (sollten sich problemlos über http://www.alltheweb.com/ finden lassen..... Jaaaa! es gibt auch noch andere Suchmaschinen als die mit dem "oo").

Also auf den Deckel und runter mit dem Kleid ;-)

 

Der Inhalt des Moduls war eigentlich genau das, was ich auch erwartet hatte. Ein ROM und zwei Bausteine für die Spieleauswahl. Die beiden Bausteine sind explizit ein 7414 Hex-Inverter mit Schmitt-Trigger (die hatten wohl Angst, daß ihre eigenen Signale "prellen" *fg*) und ein 4024 Binär-Zähler. Auf dem Modul sind wie gesagt 32 Spiele. Das heißt, daß das ROM genau 32x so groß ist, wie ein einzelnes Spiel. Über die oberen Bits des Adressbusses kann man so wunderschön "Bänke" schaffen. Die Funktion der Schaltung sollte klar sein: Mit jedem Druck auf die Auswahltaste zählt der Zähler eins weiter und wählt eine andere "Bank" aus. Die Inverter werden nur gebraucht, um Invertierungen anzupassen und ggf. verschliffene Signale aufzubessern. 

 

Jedenfalls fliegt das serienmäßige ROM erst einmal raus, und wird durch einen Sockel ersetzt.

In den Sockel kommt dann ein passender ZIF....

 

Okay, etwas vom Gehäuse muß dann weichen....

 

Jedenfalls sieht das ganze erst einmal so aus....
Der Testlauf hat ergeben, daß weder das Modul, noch das ROM dabei Schaden genommen haben *freu*

Jetzt geht es darum, erst einmal rauszufinden, ob es sich bei dem serienmässigen ROM um eine OTP (einmal programmierber) oder aber eine maskenprogrammierte (ab Werk gleich mit Inhalt) Version handelt.

*arrrrgggghhhhh*

Wenn Dummheit weh tun würde, dann müßte ich jetzt laut schreiend durch die Gegend laufen!!!!!

Meine Recherche hat ergeben, daß das ROM maskenprogrammiert ist. Das würde nichts aus machen, außer das im Chip-Select was negiert werden müßte. Aber ich hab einen großen Gedankenfehler in der ganzen Geschichte! Ich bin davon ausgegangen, daß sich in dem ROM 32 Standardspiele je 4kB befinden (also 128kb gesamt)... In Wirklichkeit haben die aber nur je 2kB. Zum einem erklärt das natürlich die beschissenen Spiele, aber zum anderen bedeutet das, daß die gesamte Adressierung des ROMs anders ist, als ich gedacht hatte....

Mist *fluch*

Jetzt muß ich das ganze noch einmal komplett neu überdenken, weil ich ja die komplette Adressierung anpassen muß :-(

 

 

- Projekt nicht abgeschlossen, Fortsetzung folgt -

Publiziert am: Samstag, 08. März 2008 (1297 mal gelesen)
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